Ein Schreibtisch-Organizer kann Ordnung schaffen, aber auch die freie Arbeitsfläche verkleinern. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb eine Bestandsaufnahme der Dinge, die tatsächlich am Tisch gebraucht werden. Selten genutzte Vorräte müssen nicht denselben nahen Platz erhalten wie Stift, Notizbuch oder ein täglich verwendetes Kabel.
Legen Sie die Gegenstände nach Häufigkeit zusammen. Was wird während einer typischen Aufgabe mehrfach gegriffen? Was nur einmal am Tag? Was gehört eigentlich in einen anderen Schrank? Diese Einteilung lässt sich zunächst mit vorhandenen Schachteln testen, bevor ein passendes System gekauft wird.
Zugriff statt Fachzahl
Messen Sie die größten regelmäßig unterzubringenden Gegenstände. Ein Fach für Papier muss das verwendete Format aufnehmen, ein Stiftebereich auch längere Werkzeuge. Viele kleine Fächer sind kein Vorteil, wenn die benötigten Dinge darin nicht liegen oder stehen können.
Prüfen Sie den Zugriff aus der üblichen Sitzposition. Ein hoher Aufbau hinter dem Bildschirm kann zwar Platz bieten, aber schwer erreichbar sein. Eine tiefe Schublade hilft wenig, wenn ihr Inhalt bei jedem Öffnen durcheinandergerät. Die Form sollte den tatsächlichen Handgriff unterstützen.
Arbeitsfläche freihalten
Markieren Sie den Platzbedarf des geplanten Organizers. Legen Sie Tastatur, Maus, Unterlagen und andere Arbeitsmittel wie gewohnt daneben. Öffnen Sie ein Buch oder breiten Sie die Unterlagen einer normalen Aufgabe aus. So zeigt sich, ob der neue Stauraum die eigentliche Arbeit behindert.
Bei Schubladeneinsätzen zählen die Innenmaße und mögliche Vorsprünge. Außenmaße des Schreibtischs sind dafür nicht ausreichend. Prüfen Sie auch, ob die Schublade mit dem Einsatz und seinem Inhalt weiterhin vollständig schließt.
Kabel und Ladegeräte benötigen eine eigene Betrachtung. Ein Aufbewahrungsfach ist nicht automatisch für den Betrieb elektrischer Geräte darin geeignet. Beachten Sie die Gerätehinweise und planen Sie zugängliche Anschlüsse, statt Wärme oder Kabelwege hinter einer ordentlichen Oberfläche zu verstecken.
Beginnen Sie mit dem Bereich, der regelmäßig Unordnung verursacht. Wenn ein kleiner Einsatz diesen Ablauf verbessert, muss nicht der gesamte Tisch neu ausgestattet werden. Eine kurze Probe mit vorhandenen Behältern liefert oft genauere Größenangaben als ein Produktfoto mit dekorativ ausgewählten Gegenständen.


