Zwei Packungen stehen nebeneinander, die eine kostet weniger, die andere enthält mehr. Der Preis am Regal beantwortet dann zwei verschiedene Fragen: Was bezahlen Sie heute, und wie viel bekommen Sie für diesen Betrag? Für einen Mengenvergleich hilft der Grundpreis. Die Verbraucherzentrale erläutert, dass er beispielsweise den Preis je Kilogramm oder Liter ausdrückt und damit unterschiedliche Packungsgrößen vergleichbar macht.

Beginnen Sie mit Produkten, die für Ihren Zweck austauschbar sind. Ein Glas fertige Nudelsauce ist nicht einfach dieselbe Ware wie eine Dose Tomaten. Sie unterscheiden sich in Zubereitung und Zutaten. Wer ohnehin eine eigene Sauce kochen möchte, kann beide Möglichkeiten als Mahlzeit vergleichen; ein reiner Kilopreis erzählt hier aber nur einen Teil der Geschichte.

Eine gemeinsame Einheit herstellen

Bei gleichartigen Waren lesen Sie zunächst die angegebene Füllmenge und den dazugehörigen Verkaufspreis ab. Prüfen Sie, ob das Regalschild wirklich zur gewählten Sorte und Größe gehört. Ein verrutschtes Schild oder eine anders große Packung im gleichen Fach kann sonst die gesamte Rechnung verändern.

Ein frei erfundenes Rechenbeispiel: 500 Gramm Reis kosten 1,40 Euro, ein Kilogramm kostet 2,60 Euro. Die kleine Packung entspricht 2,80 Euro je Kilogramm. Die große Packung ist damit mengenbezogen günstiger, verlangt an der Kasse aber 1,20 Euro mehr. Diese Zahlen dienen nur zur Erklärung und sind keine aktuellen Angebote.

Wenn Sie selbst rechnen, teilen Sie den Preis durch die Menge in der gewünschten Einheit. Für einen Literpreis werden 750 Milliliter zu 0,75 Litern. Verwenden Sie nicht bei einer Packung Gramm und bei der anderen Kilogramm. Notieren Sie bei Bedarf die Rechnung auf dem Telefon, statt mehrere Zahlen im Kopf zu behalten.

Den verwendbaren Inhalt berücksichtigen

Ein niedriger Grundpreis hilft wenig, wenn ein Teil der Ware übrig bleibt. Überlegen Sie vor einer großen Packung, wie viele geplante Mahlzeiten daraus entstehen. Gibt es Platz im Vorratsschrank? Wird dieselbe Sorte regelmäßig gegessen? Können alle im Haushalt etwas damit anfangen?

Bei Lebensmitteln mit Flüssigkeit, Schale oder anderen nicht vollständig verwendeten Bestandteilen reicht ein Vergleich des Gesamtgewichts für Ihre eigene Küchenplanung möglicherweise nicht aus. Lesen Sie die Angaben auf der jeweiligen Verpackung und vergleichen Sie möglichst gleich aufbereitete Produkte. Mischen Sie nicht stillschweigend Abtropfgewicht und Gesamtfüllmenge in derselben Rechnung.

Den Einkaufspreis trotzdem ernst nehmen

Wer nur eine kleine Menge braucht, muss nicht das größte Gebinde kaufen. Die günstigere Einheit und der kleinere heutige Einkauf können zu unterschiedlichen Entscheidungen führen. Für eine einzelne Backaktion kann eine kleine Packung sinnvoll sein, obwohl sie je Kilogramm mehr kostet.

Halten Sie für häufig gekaufte Waren eine kurze Liste mit Produkt, Menge und zuletzt selbst bezahltem Preis. Sie brauchen dafür keine vollständige Preisdatenbank. Drei oder vier regelmäßig verwendete Vorräte reichen als Anfang. Vermerken Sie auch das Datum, damit ein alter Preis nicht wie ein aktuelles Angebot wirkt.

Am Regal lassen sich dann drei Fragen getrennt beantworten: Welches gleichartige Produkt kostet je Einheit weniger? Welche Menge wird tatsächlich gebraucht? Und welcher Gesamtbetrag passt zum heutigen Einkauf? Erst zusammen ergeben diese Antworten eine belastbare Auswahl.